Wenn du eine fundierte Planung für unnötigen Papierkram hältst, verschwendest du Geld. Denn schon vor dem Praxisstart entstehen Kosten. Und die gute Nachricht ist: Viele davon sind steuerlich relevant. Zu den sogenannten vorweggenommenen Betriebsausgaben zählen zum Beispiel:
- Fahrten zu Banken, Beraterinnen und Beratern oder potenziellen Praxen
- Kosten für Steuerberatung und Vertragsprüfung
- Marketingmaßnahmen wie Website oder Visitenkarten
- Inserate für die Praxissuche
Diese Ausgaben mindern deine Steuerlast. Oft sogar mit einer Wirkung von bis zu rund 40 %. Wichtig sind allerdings Zeitpunkt, Dokumentation und die richtige Zuordnung. Genau hier unterstützen wir dich von Anfang an.
Eine Zahnarztpraxis tätigt zu Beginn erhebliche Investitionen: Behandlungseinheiten, Röntgengeräte, IT oder Einrichtung. Nicht jede Ausgabe wirkt sofort steuermindernd. Viele dieser Investitionen werden über mehrere Jahre abgeschrieben. Das klingt technisch, hat aber ganz praktische Auswirkungen:
- Deine Steuerlast mindert sich über mehrere Jahre.
- Liquidität und Gewinnentwicklung verändern sich je nach Abschreibungsdauer.
Gerade in der Startphase ist es wichtig, Abschreibungen strategisch zu planen. Das heißt: passend zur Finanzierung und zur wirtschaftlichen Entwicklung deiner Praxis.
Bei einer Praxisübernahme zahlst du in der Regel nicht nur für Inventar, sondern auch für den ideellen Praxiswert (Goodwill = Patientenstamm). Dieser wird steuerlich über mehrere Jahre abgeschrieben. Was viele unterschätzen:
- Hohe Abschreibungen senken anfangs den Gewinn.
- Nach Ablauf der Abschreibungsphase steigt die Steuerlast oft deutlich.
- Die Liquidität kann sich verändern, obwohl der Praxisumsatz gleich bleibt.
Deshalb schauen wir über den Kaufpreis hinaus auf die Gesamtwirkung über mehrere Jahre. So gibt es später keine bösen Überraschungen.
Du überlegst, in eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) einzusteigen? Oder in eine Praxisgemeinschaft? Beide Modelle klingen ähnlich, funktionieren wirtschaftlich aber völlig unterschiedlich:
- In einer BAG tragen alle Beteiligten Gewinn, Risiko und Verantwortung gemeinsam.
- In der Praxisgemeinschaft teilen sich die Beteiligten lediglich die Kosten.
Diese Entscheidung wirkt sich also auf Steuern, Abschreibungen, Finanzierung und Liquidität aus. Triff sie nicht unüberlegt.
Bei einer Praxisübernahme übernimmst du oft mehr als zunächst gedacht:
- Mietverträge,
- Arbeitsverträge und
- Leasingverträge für Geräte.
Viele dieser Verträge bestehen bereits seit Jahren. Sie enthalten nicht selten wirtschaftliche oder steuerliche Risiken. Deshalb prüfen wir die Zahlen gemeinsam mit dir und arbeiten eng mit spezialisierten Rechtsanwältinnen und -anwälten zusammen. So erkennen wir Risiken, lange bevor du den Kaufvertrag unterschreibst.
Ob Tilgungsdarlehen oder endfällige Finanzierung – jede Variante hat steuerliche und liquiditätsmäßige Auswirkungen. Wichtig zu wissen:
- Nur Zinsen sind Betriebsausgaben.
- Tilgung kostet Liquidität, senkt aber keine Steuer.
- In den ersten Jahren sind tilgungsfreie Zeiten oft sinnvoll.
Wir rechnen die verschiedenen Finanzierungsmodelle für dich durch – verständlich und realistisch – und zeigen dir, welche Auswirkungen sie tatsächlich auf deine wirtschaftliche Situation haben.
Ein Klassiker bei Existenzgründungen: In den ersten Jahren fallen kaum Steuern an. Dann kommen hohe Nachzahlungen und Vorauszahlungen auf einmal. Das hat mehrere Ursachen:
- KZV-Zahlungsrhythmus
- zeitversetzte Steuerfestsetzung
- steigende Gewinne nach der Anlaufphase
Wer hier nicht vorbereitet ist, gerät schnell unter Druck. Wir sorgen dafür, dass du diese Effekte früh genug kennen und einkalkulieren kannst.
Zahnärztliche Leistungen sind meist umsatzsteuerfrei, aber eben nicht immer. Eigenlabor, kosmetische Leistungen oder bestimmte Zusatzangebote können steuerpflichtig sein. Auch beim Auto lauern in Bezug auf die Umsatzsteuer typische Fehler.
Diese Themen wirken auf den ersten Blick klein, können bei einer Betriebsprüfung aber erhebliche Folgen haben, denn eine Nachzahlung von Umsatzsteuer ist in der Regel eine Belastung, die die Praxisinhaberin oder der Praxisinhaber aus der eigenen Tasche zahlt. Deshalb sprechen wir sie bewusst frühzeitig an.